außerschulische Kooperationspartner

Miteinander sind wir stark!
Deutschorden-Schule geht Bildungspartnerschaft mit acht Unternehmen und Einrichtungen ein.

„Miteinander sind wir stark!” Mit diesen Worten begrüßte Schulleiterin Brigitte Wittenbeck die zahlreichen Gäste in der Deutschorden-Schule. Zusammen mit acht Partnern aus Wirtschaft und sozialem Leben stärkt die Schule die berufliche Bildung der Schülerinnen und Schüler der Deutschorden-Schule. Maschinenbau Kiener, vier städtische und kirchliche Kindertageseinrichtungen aus Lauchheim, die Carl Zeiss AG aus Oberkochen, ELWEMA aus Ellwangen und die BARMER GEK bilden nun ein breites Netzwerk, das die Schüler nutzen sollen, um Berufe zu erkunden und Praktika zu absolvieren. Sie sollen das Umfeld kennen lernen, in dem sie eventuell später eine Ausbildung beginnen. Die Firmen schicken Personalverantwortliche an die Schule, um Fragen rund um die Ausbildung zu klären. Auszubildende der Partner können in Projektarbeit ihren Ausbildungsberuf vorstellen und in ihren Worten erklären, was sie die ersten Wochen und Monate als Azubis erlebt haben. Zudem präsentieren sich die Partner auf der Berufsinformationsbörse und laden die Schüler zu Betriebserkundungen ein, was mit einigen Institutionen schon seit mehreren Jahren erfolgreich praktiziert wird.

Aber nicht nur die Schule profitiert. Der demografische Wandel sieht einen starken Rückgang an Schulabgängern. Das bedeutet für die Firmen einen Rückgang der Bewerber. Um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, wollen sie Interesse an ihren Berufen wecken.

Der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg von Südwestmetall, Jörn P. Makko, sprach für alle Berufsgruppen: „Wir brauchen Nachwuchs in allen Branchen und es dauert immer länger, Ausbildungsplätze besetzen zu können. Mit einer Bildungspartnerschaft ist Schule und Betrieben ein Instrument in die Hand gegeben, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen!“

Emil Kesselburg vom Staatlichen Schulamt Göppingen bezeichnete die Partnerschaften als Herzensangelegenheit und zog einen Vergleich zu den 90er Jahren. Das damalige Gegeneinander von Schule und Betrieben sei einem Miteinander in der beruflichen Bildung gewichen.

Der stellvertretende Bürgermeister Robert Jakob sieht einen Mehrwert für beide Seiten; auf beiden Seiten seien Gewinner und er beglückwünschte den Wirtschaftsstandort und die Schule Lauchheim für diese Partnerschaften.

Der Ausbildungsleiter der Carl Zeiss AG, Volker Thumm, sieht frühere Aktivitäten durch die Bildungspartnerschaften in verbindlichere Strukturen überführt. Ziel für die Carl Zeiss AG sei, MINT-Berufe zu fördern, also Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu schaffen.

Im Anschluss unterzeichneten für Maschinenbau Kiener Michael Scherer, für ELWEMA Anne Lewin, für die BARMER GEK Christoph Hägele, für die Kindergärten Regenbogen Renate Grumpmann, St.Maria Dorothea Leitner, St. Gangolf Gisela Brenner und Kolibri Michaela Schnele.

Alle Beteiligten sehen in der Vereinbarung ein Fundament, auf das es aufzubauen gilt.

Bildungspartnerschaften sind ein Projekt des Wirtschaftsministeriums des Landes Baden-Württemberg und werden mit ESF-Geldern gefördert und von Südwestmetall unterstützt. In Ostwürttemberg werden Bildungspartnerschaften durch Richard Meckes, Berufliche Bildung GmbH, umgesetzt.

Die kleine Feierstunde wurde musikalisch von Schülerinnen der achten Klasse umrahmt und endete bei anregenden Gesprächen zwischen Schülern, Eltern, Lehrkräften, Fördervereinsmitgliedern und den Partnern der Unternehmen und Einrichtungen.

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